1. Was ist Lack in Verpackungen?
Bei Druckverfahren Lackierung (auch bekannt als Glanzbeschichtung or Ölbeschichtung) ist eine Oberflächenveredelungstechnik, bei der ein transparenter oder Effektlack – entweder auf Öl- oder Wasserbasis – auf die Oberfläche von Drucksachen aufgetragen wird. Dies verbessert die Optik, schützt den Druck und kann einzigartige haptische Effekte erzeugen.
2. Hauptfunktionen der Lackierung im Druck
2.1 Schützt die bedruckte Oberfläche
- Kratzfest, wasserfest und wischfest; verlängert die Lebensdauer von Drucksachen (z. B. Verpackungskartons, Broschüren).
2.2 Verbessert visuelle Effekte
- Glanzlack: Verleiht Glanz und macht die Farben lebendiger (z. B. Premium-Broschürenumschläge).
- Mattlack: Erzeugt ein dezentes, mattiertes Finish (z. B. bei Kunstbüchern).
2.3 Erstellt spezielle Texturen
- Taktiler Lack: Durch Spotlackierung können Texturen wie Prägungen oder samtartige Oberflächen (z. B. Luxusverpackungen) erzeugt werden.
2.4 Funktionale Zwecke
- Fälschungsschutz (z. B. UV-Lack zeigt unter UV-Licht seine Farbe), Schutz vor Fingerabdrücken (z. B. Handbücher für technische Produkte).
3. Gängige Lackiertechniken
| Typ | Eigenschaften | Typische Anwendungen |
| UV-Lack | UV-gehärtet, hochglänzend, langlebig, ermöglicht punktuelles Auftragen | Schachteln, Grußkarten, Etiketten |
| Standardlack | Auf Wasser- oder Ölbasis, volle Deckkraft, niedrige Kosten | Buchumschläge, Werbeflyer |
| UV-Lack | UV-gehärtet, hochglänzend, langlebig, ermöglicht punktuelles Auftragen | Schachteln, Grußkarten, Etiketten |
| Mattlack | Kein Glanz, glatte Textur, resistent gegen Fingerabdrücke | Hochwertige Broschüren, Markenhandbücher |
| Spotlack | Wird zur Hervorhebung auf bestimmte Bereiche wie Logos oder Text angewendet | Luxusverpackung, Einladungen |
| Taktiler Lack | Simuliert spezielle Texturen wie Leder oder Wildleder | Kosmetikverpackungen, Hardcover-Bücher |
WEITERE LESUNG
Lackierung und UV-Beschichtung im Vergleich
3. Ablauf des Lackierprozesses
Schritt 1. Drucken abgeschlossen: Erstdruck durchgeführt (z. B. Offset oder Digital).
Schritt 2. Lackauftrag: Aufgetragen per Beschichtungsmaschine, Tintenstrahl- oder Siebdruck.
Schritt 3. Trocknen und Aushärten:
- Auf Wasser-/Ölbasis: Luftgetrocknet oder mit Heißluft ausgehärtet.
- UV-Lack: Sofortige Aushärtung durch UV-Licht.
Schritt 4: Nachbearbeitung: Stanzen, Folienprägen usw. (falls erforderlich).
4. Wichtige Überlegungen
- Design-Dateien: Für Spotlack sind separate Spotfarbschichten erforderlich (z. B. Pantone-Farbfelder).
- Tintenkompatibilität: Einige Tinten müssen vor dem Lackieren vollständig trocken sein, um ein Vermischen zu vermeiden.
- Einhaltung von Umweltvorschriften: Lacke auf Wasserbasis ersetzen zunehmend traditionelle Lacke auf Ölbasis, insbesondere bei Lebensmittelverpackungen.
Lackieren ist eine wichtige Technik zur Qualitätssteigerung von Druckprodukten. Designer können zwischen Glanz-, Matt- und Effektlacken wählen, um ein Gleichgewicht zwischen optischer Attraktivität und Funktionalität zu erreichen.
5. Was sind die Unterschiede zwischen Lackierung und Laminierung?



| Aspekt | Lackieren | Laminierung (Folienbeschichtung) |
| Material | Flüssiglack direkt auf die Oberfläche auftragen | Vorgefertigte Kunststofffolien (PP, PET usw.) |
| Ergebnisse | Flexible Glanz-/Matt-Steuerung, ermöglicht Spot-Effekte | Starker Gesamtschutz, weniger Abwechslung |
| Kosten | Niedriger (insbesondere Wasserlack) | Höher (erfordert Film und Laminierungsprozess) |
| Umweltfreundlichkeit | Wasserlack ist umweltfreundlicher | Kunststofffolien sind schwerer abbaubar |
| Geeignet für | Wasserlack ist umweltfreundlicher | Robuste Verpackungen, Außenwerbung |



